Beitrag zum Prozessbeginn von Patrick W..
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Beitrag zum Prozessbeginn von Patrick W..
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Beitrag der Hessenschau zum Beginn des Prozesses gegen Patrick W.. Ihm werden zahlreiche Delikte vorgeworfen. In diesem Bericht kommen auch dei Eltern von Patrick W. zu Wort.
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Prozess gegen 26-jährigen Echzeller am Landgericht Gießen – Vorwurf des Drogenhandels und der Volksverhetzung
Schon seit geraumer Zeit ist der Echzeller bekannt für seine Nähe zu Drogen, Waffen und zur rechten Szene.
Und bereits zwei Stunden nach Prozessbeginn am Landgericht zweifelt wohl niemand mehr daran, dass der 26-Jährige zumindest in seiner Welt etwas zu sagen hatte.
„Ohnehin schon dominant“, wie er von sich selbst sagt, gibt er sich auch im Gerichtsaal. Perfekt vorbereitet, eloquent, höflich ohne jede Unterwürfigkeit, drängt sich die Verbindung von Intelligenz und Gefährlichkeit geradezu auf.
Gleich sieben Anklagen sind vor der Siebten Strafkammer zu einem Verfahren verbunden worden. Neben Verstößen gegen das Waffengesetz, Drogenhandel und Volksverhetzung sind auch das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Körperverletzung, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und ein Verstoß gegen das Kunsturheberrechtsgesetz darunter.
Beim Prozessauftakt widmet sich die Kammer ausschließlich den Drogen. Bis auf wenige der zahlreichen Anklagepunkte räumt der Echzeller Erwerb, Besitz und Handel mit Amphetamin, LSD und Extasypillen ein. Viel diskutiert wird allerdings über die Mengen im Einzelnen und darüber, ob etliche Freundschaftsdienste nicht doch gewinnbringende Geschäfte waren.
Im Sommer 2010 war er erstmals mit Drogen in Berührung gekommen, wenige Monate später offenbar bereits ganz gut im Geschäft, teils um den eigenen Konsum zu finanzieren, teils um Geld zu machen. Trotz vieler schrecklicher Details aus sieben Anklagen ist die Stimmung im Gerichtssaal gut.
Der Vorsitzende Richter, Dr. Johannes Steinbach, macht „Einwürfe, die der Auflockerung dienen sollen“ und selbst der Angeklagte bringt Verfahrensbeteiligte und Zuschauer zum Lachen. Zumindest dann, wenn die offenkundige Abgeklärtheit des Tattoo-Studio-Inhabers, der sich „ständig die Bullen vom Hals halten“ musste, so gar nicht zum Wetterauer Einschlag im Ausdruck und dem Gesicht, das den Babyspeck noch nicht ganz verloren hat, passen will.
Bleibt abzuwarten, ob sich die Stimmung an den kommenden Prozesstagen ändern wird, wenn die makabersten unter den Vorwürfen näher beleuchtet werden: In seinem Partyraum soll der Angeklagte Gaskammerpartys veranstaltet haben – mit Duschköpfen, die Diskonebel versprüht haben sollen, um an die Vernichtungslager der Nationalsozialisten zu erinnern.
Aus seiner rechten Gesinnung macht der verheiratete Mann kein Geheimnis, trägt sie in Form von Tattoos auf dem Oberarm geradezu ständig mit sich herum. Am Landgericht sind Galgen, Davidstern und Totenköpfe von einem ordentlichen schwarzen Hemd verborgen. Insbesondere für seine politische Gesinnung interessieren sich auch ein paar Besucher der „Grätsche gegen Rechtsaußen“, die zu Prozessbeginn Buttons verteilten und Interviews geben.
Derzeit sieht es so aus, als bliebe es bei den anberaumten zehn Verhandlungstagen, nachdem die ursprünglich erwartete Verständigung der Verfahrensbeteiligten den Prozess, der am Mittwoch fortgesetzt wird, bis jetzt noch nicht verkürzt hat.
© Kreis Anzeiger 18.08.2012
Aus seiner rechten Gesinnung macht der junge Mann kein Geheimnis. Ganz im Gegenteil. Geradezu provokativ trägt er seine Überzeugungen selbst auf seinem Körper zur Schau. Als großflächige Tätowierungen auf den Oberarmen. Dabei ist rechts ein Galgen zu sehen, an dem ein Davidstern aufgehängt ist. Darunter mehrere Totenköpfe. Auch ein Soldat mit Stahlhelm ist abgebildet. Und ein Reichsadler. Bemerkt haben die auffällige Körperbemalung offenkundig Mitarbeiter eines Krankenhauses. Dort nämlich war der 26-Jährige im März vergangenen Jahres zu Besuch. Auch zwei Polizeistreifen hatten an jenem Abend freien Blick auf die unbekleideten Oberarme. Das wiederum hat dem Echzeller eine Anklage wegen Volksverhetzung eingebracht.
Die Staatsanwaltschaft ist nämlich davon überzeugt, dass die Tätowierung zum Hass gegen Juden anstacheln soll. Das aber ist keineswegs der einzige Vorwurf der Strafverfolgungsbehörde gegen den Inhaber eines Tattoo-Studios. Denn gleich sieben Anklagen sind mittlerweile zu einem Strafverfahren verbunden worden. Und damit wird sich ab Freitag die Siebte Strafkammer des Gießener Landgerichts beschäftigen.
Im Mittelpunkt steht dabei ein mutmaßlich massiver Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. In insgesamt 59 Fällen soll der 26-Jährige mit beachtlichen Mengen von Amphetaminen, Speed, Ecstasy-Pillen und LSD gehandelt haben. Angeklagt sind aber auch Erwerb und Besitz der Drogen, erläutert Oberstaatsanwältin Ute Sehlbach-Schellenberg, Pressesprecherin der Gießener Strafverfolgungsbehörde, im Gespräch mit dem Kreis-Anzeiger. Bei verschiedenen „Beschaffungsfahrten“ in die Niederlande soll er gemeinsam mit seinem – bereits zu einer Bewährungsstrafe verurteilten – Komplizen gleich mehrere Kilogramm Amphetamine erworben haben. Festgenommen worden waren die beiden Männer Anfang Juli 2011 unmittelbar nach einem Aufenthalt in Maastricht. „Auf frischer Tat“, hatte die Staatsanwaltschaft damals mitgeteilt. Die illegalen Rauschmittel habe der Angeklagte noch im Rucksack mit sich geführt. Die Drogendelikte habe der 26-Jährige zumindest zum Teil auch eingeräumt, so die Pressesprecherin der Strafverfolgungsbehörde. Zudem seien bei der anschließenden Durchsuchung der Hofreite des verheirateten Mannes weitere Betäubungsmittel und diverse Utensilien zur „Weiterverarbeitung“ von Drogen gefunden worden. Dabei konnten offenbar auch größere Mengen ganz unterschiedlicher „erlaubnispflichtiger Munition“ und Waffen sichergestellt werden. Das wiederum scheint nur wenig zu überraschen. Schließlich bezeichnet sich der junge Mann selbst immer wieder als „Waffennarr“. Vorgeworfen werden ihm von den Ermittlern mehrere Verstöße gegen das Waffengesetz und auch gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.
Videoaufnahme im Netz
Die rechtsradikalen Überzeugungen des 26-Jährigen belegen schließlich auch diverse Tätowiervorlagen, die bei der gleichzeitigen Durchsuchung des Tattoo-Studios entdeckt worden waren. Dazu zählen laut Staatsanwaltschaft eine Comic-Figur von Adolf Hitler mit Hakenkreuz am Arm und „Mein Kampf“ in der Hand oder die verbotene Kriegsflagge mit Hakenkreuz sowie Abzeichen der Waffen-SS. Deshalb werde ihm neben Volksverhetzung auch das „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ vorgeworfen. Hinzu kommt eine Anklage wegen Nötigung und eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, da der 26-Jährige im April vergangenen Jahres in Echzell mit einem Auto auf einen Mann zugefahren sein soll. Für reichlich Gesprächsstoff sorgte zudem im Sommer 2010 die Videoaufnahme eines Nachbarn, die er ins Internet gestellt haben soll. Deshalb muss er sich obendrein wegen eines Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz verantworten. Der Mann hatte offenkundig mit einer Leiter versucht, die Überwachungskamera am Wohnhaus des Angeklagten zu erreichen und war dabei von Bekannten des 26-Jährigen der Hose beraubt worden. Besonders makaber ist zudem der Vorwurf, dass der Rechtsextreme im Keller seines „Old Brothers Castle“ – so der selbstgewählte Name der Hofreite – eine „Gaskammer-Party“ gefeiert haben soll. Dabei soll der Raum zum Jahresende 2009 mit Totenkopf und der Aufschrift „Duschraum“ und später „Brausebad“ versehen gewesen sein. Zudem sei aus Duschköpfen Disconebel versprüht worden. Für die Strafverfolger ein überdeutlicher Hinweis auf die Vernichtungslager der Nationalsozialisten.
© Kreis Anzeiger 16.08.2012
Am kommenden Wochenende, vom 17. bis 19. August, steigt zum 16. Mal das Kirchplatzfest in der Kerngemeinde. In diesem Jahr stehen 19 Vereine und Gruppierungen in den Startlöchern, die das bewährte Konzept durch viel Live-Musik und Programmpunkte zum Mitmachen noch attraktiver gestalten wollen.
Das Fest beginnt traditionell am Freitagabend, um 20 Uhr, im Zelt des Musikvereins in der Lindenstraße: Unter dem Motto »U 100-Party mit Happy Hour« sollen sich ausdrücklich nicht nur Teenager zu einem fetzigen Abend mit DJ Björn einfinden, der Partyschlager und Hits der 80er bis heute auflegen wird. Der Eintritt kostet 4 Euro.
Neben dem Zelt ist die Bühne am Rathaus als zentraler Anziehungspunkt mit reichhaltigem Programm konzipiert. Hier findet am Samstag um 16 Uhr die offizielle Eröffnung statt, für die diverse Vereine bereits musikalische Darbietungen einstudieren. Vom Rathaus geht es dann im gemeinsamen Zug zum Fassbieranstich ins Zelt des Musikvereins. Dort wird Livemusik vom Echzeller Musikverein selbst sowie ab 20 Uhr bis spät in die Nacht von den Strawanzer Musikanten geboten. Am Sonntag geht es dann um 12 Uhr mit dem Frühschoppen weiter.
Eine zweite, kleine Bühne werden die Schebbsingers vor der alten Apotheke aufbauen; das Publikum darf gespannt sein auf die – nach eigener Aussage – »Stimmen, die die Welt nicht braucht« und ihre Gäste. Insbesondere werden am Samstag gegen 18.30 Uhr und am Sonntag gegen 14.15 Uhr die Ruby Red Lillys erwartet, deren fulminanter Auftritt während des Benefizkonzertes im November 2011 in Bingenheim den Echzellern noch in guter Erinnerung ist.
Internationales Essen
Ein weiteres Musik-Schmankerl bietet die erstmals teilnehmende »Grätsche gegen Rechtsaußen« mit dem Singer-Songwriter Domi Bade unplugged im Hof Bail/Christoph in der Kirchgasse am Samstag ab 19.30 Uhr. Anschließend geht’s dort mit »selbstgemachter« Musik aus Südamerika und Deutschland weiter. Außerdem bieten die Mitglieder der Grätsche in der »Café-Bar International« Spezialitäten aus aller Welt an: von Süßspeisen aus dem Orient über Met aus dem Norden bis zu Salat aus Südamerika. Außerdem wird Masken basteln angeboten, und beim Büchsenwerfen gibt es einen Tablet-PC zu gewinnen. »Wir wollen das Vereinsleben in Echzell aktiv mitgestalten. Die Teilnahme am Kirchplatzfest bietet uns eine gute Möglichkeit, die Besucher über unsere Arbeit zu informieren und Berührungsängste abzubauen«, sagt der Vereinsvorsitzende Manfred Linss.
Von der »großen« Bühne am Rathaus aus will am Samstag ab 20.30 Uhr die Band Manhattan Affair für gute Stimmung unter der Dorflinde sorgen. Am Sonntag gibt es dort ab 12 Uhr Live-Musik mit der Nachwuchsband Prelude und ab etwa 15 Uhr mit den Starfighters.
Rollrutsche und Hüpfburg
Für das Vergnügen der Kinder sorgt während beider Festtage die Jugendpflege durch Spiel und Spaß rund um die Jupitersäule mit Rollrutsche, Hüpfburg und verschiedenen Spielstationen sowie Kinderschminken und Glitzertattoos. Auch die Landfrauen haben am Sonntag ein Angebot für die jungen Gäste: Im Hof Stiefel/Noll werden Zöpfe geflochten und Freundschaftsbänder gebastelt.
Der TV Echzell lädt alle Tanzbegeisterten für Sonntag auf dem Platz vor dem Zelt zum Mitmachen ein – um 14.30 Uhr bei Zumba und eine Stunde später beim Line-Dance.
Ähnlich vielfältig und umfangreich wie in den vergangenen Jahren werde das Angebot an Getränken und Speisen auf dem Kirchplatz, der Lindenstraße und in den angrenzenden Hofreiten sein, kündigen die Organisatoren der Vereine an.
© Wetterauer Zeitung 15.08.2012
„Café-Bar International“ – Unter diesem Motto nimmt der Verein Grätsche gegen Rechtsaussen e.V. am Echzeller Kirchplatzfest teil.
Am 18. Und 19. August findet in Echzell das traditionelle Kirchplatzfest, das von Vereinen des Ortes ausgerichtet wird, statt. Der Verein „Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.“ nimmt zum ersten mal an diesem Fest Teil. In einer „Café-Bar International“ werden Spezialitäten aus aller Welt angeboten. So gibt es beispielsweise Süßspeisen aus dem Orient, Met aus dem Norden, Salat aus Südamerika, um nur einige zu nennen.
Auch an Attraktionen mangelt es nicht. Masken basteln für die „Kleinen“, Büchsen werfen mit einem Tablet-PC als Hauptpreis und last but not least wird Domi Bade in der „Café-Bar International“ vorbeischauen und einige seiner Songs zum Besten geben.
Kein Unbekannter mehr
Domi Bade und Band, die sich 2008 gründeten können auf mehr als 100 Auftritte zurückblicken. Neben zahlreichen gewonnen Musikwettbewerben sowie Radio BOB!`s-Onlinevoting „Hessens beliebtesten Rock & Popsong 2010“ konnten die Musiker auch schon zwei EP´s produzieren. Die Band selbst umschreibt ihren Musikstil als „Folk-Punk auf Deutsch? Japjap! – Oder so ähnlich.“
Berührungsängste abbauen
„Wir wollen das Vereinsleben in Echzell aktiv mitgestalten. Die Teilnahme am Kirchplatzfest bietet uns eine gute Möglichkeit die Besucher über unsere Arbeit zu informieren und somit Berührungsängste abzubauen“, so Manfred Linss, erster Vorsitzender des Vereins.
Pressekontakt: Manfred Linss 01711960693
Im Falle einer Veröffentlichung freuen wir uns über eine kurze Nachricht.
GRÄTSCHE GEGEN RECHTSAUSSEN e.V.
Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins
Postfach 1102
61207 Echzell
www.graetsche-gegen-rechtsaussen.de
Der Echzeller Verein „Grätsche gegen Rechtsaußen“ bietet für Sonntag, 30. September, eine Bildungsfahrt zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald in Weimar an.
„Noch vor 20 Jahren fuhr beinahe jede Schule mit ihren Klassen zu einer Gedenkstätte der Opfer des Nationalsozialismus. Das hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Mit der Fahrt wollen wir nicht den Zeigefinger erheben, sondern erinnern. In Buchenwald kann man eindringlich erleben, wozu radikalisierte Menschen fähig sind“, erklärte Manfred Linss, Vorsitzender des Vereins, die Gründe für das Engagement. Und das Thema sei aktueller denn je. „Die Anschläge der NSU zeigen, dass es auch in der heutigen aufgeklärten Gesellschaft Menschen gibt, die selbst vor Mord nicht zurückschrecken, um ihre radikalen menschenverachtenden Anschauungen durchzusetzen.“
Neben einer Filmvorführung wird es Führungen durch die Gedenkstätte geben. Ebenso ist ein gemeinsames Mittagessen geplant. Die Fahrt wird vom lokalen Aktionsplan „BUNTerLEBEN“ finanziell gefördert. Deshalb könne der Verein die Fahrt auch preiswert anbieten. „Das ermöglicht es auch Jugendlichen und finanziell schlechter gestellten Menschen, an der Fahrt teilzunehmen“, so Manfred Linss weiter.
Die Kosten betragen fünf Euro für die Fahrt. Inklusive Mittagessen sind 15 Euro zu zahlen. Das Mindestalter für die Teilnahme ist zwölf Jahre. Interessenten können sich über die Webseite des Vereins noch bis 30. August anmelden.
© Kreis Anzeiger 09.08.2012
Der Echzeller Verein “Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.” veranstaltet am 30. September eine Bildungsfahrt zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald.
Noch vor 20 Jahren fuhr beinahe jede Schule mit Ihren Klassen zu einer Gedenkstätte der Opfer des dritten Reichs Das hat sich in den letzten Jahren geändert. „Mit der Fahrt wollen wir nicht den Zeigefinger erheben sondern erinnern. In Buchenwald kann man eindringlich erleben wozu radikalisierte Menschen fähig sind“, erklärt Manfred Linss, der erste Vorsitzende des Vereins. Und das Thema ist aktueller denn je. „Die Anschläge der NSU zeigen, dass es auch in der heutigen aufgeklärten Gesellschaft Menschen gibt, die selbst vor Mord nicht zurückschrecken um Ihre radikalen menschenverachtenden Anschauungen durchzusetzen“.
Neben einer Filmvorführung wird es Führungen durch geschultes Personal der Gedenkstätte geben. Ebenso ist ein gemeinsames Mittagessen geplant.
Die Fahrt wird vom lokalen Aktionsplan “BUNTerLEBEN“ finanziell gefördert. „Deshalb können wir die Fahrt auch sehr preiswert anbieten. Das ermöglicht es auch Jugendlichen und finanziell schlechter gestellten Menschen an der Fahrt teilzunehmen“, so Manfred Linss weiter.
Die Fahrt findet am 30.09.2012 statt und kostet 5,-€ bzw. 15,-€ inkl. einem Mittagessen. Das Mindestalter für die Teilnahme ist 12 Jahre. Interessenten können sich über die Webseite des Vereins unter www.graetsche-gegen-rechtsaussen.de noch bis 30.08.2012 anmelden.
Pressekontakt: Manfred Linss 01711960693
Im Falle einer Veröffentlichung freuen wir uns über eine kurze Nachricht.
GRÄTSCHE GEGEN RECHTSAUSSEN e.V.
Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins
Postfach 1102
61207 Echzell
www.graetsche-gegen-rechtsaussen.de
Das Projektbüro zum Lokalen Aktionsplan (LAP) Mittlere Wetterau für das Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ läuft nunmehr unter der Trägerschaft des Fördervereins der Kurt-Moosdorf-Schule. Zwischen dem bisherigen Träger, dem Verein „Grätsche gegen Rechtsaußen“, und der Gemeinde Echzell, die die Federführung unter den am LAP beteiligten Kommunen inne hat, ist es zu einem Zerwürfnis gekommen.
Die „Grätsche“ will sich aber weiterhin mit Projekten in den Aktionsplan einbringen, sagt Vorstandsmitglied Manfred Linss. Auch der Sitz im Begleitausschuss soll nicht aufgegeben werden. Dort wird über die Förderung von Projekten entschieden.
Grund für die Trennung soll letztlich das Logo der „Grätsche“ gewesen sein, dass der Verein auf alle Info-Materialen angebracht sehen wollte. Das wertete Thomas Alber von der lokalen Koordinierungsstelle im Echzeller Rathaus als einen Verstoß. Die „Grätsche“ legte daraufhin zunächst Widerspruch ein, zog ihn dann aber wieder zurück und legte gleichzeitig die Trägerschaft für das Projektbüro nieder. Das geschah bereits Anfang April, ohne eine große Öffentlichkeit zu informieren.
„Das Logo war nur die Zuspitzung des Streits gewesen“, berichtet Alber. Die „Grätsche“ habe eine andere Auffassung in der Führung des Projektbüros. Man habe sich zu sehr in das Inhaltliche des LAP einbringen wollen, statt sich der eigentlichen Aufgabe, dem Aufbau von Strukturen zu widmen, so Alber.
Die Inhalte sollen nach seiner Auffassung zivilgesellschaftliche Institutionen wie Kirchen, Schulen oder Vereine mit Projekten gegen Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus füllen.
Das Projektbüro nehme beim Aktionsplan eine neutrale Vermittler- und Begleiterrolle ein. Eine Nachfrage bei der Regiestelle des programmzuständigen Bundesfamilienministerium habe ihn in seiner Auffassung bestätigt. Aus diesem Grund habe auch keine der vier beteiligten Kommunen – das sind Echzell, Florstadt, Reichelsheim und Wölfersheim sowie das Regionalmanagement Oberhessen – sein Wappen auf das Informationsmaterial drucken lassen.
„Dass der Projektträger sich mit seinem Logo kenntlich macht, ist nicht nur zulässig, sondern auch erwünscht“, erwidert Linss und bezieht sich auf das PR-Handbuch des Bundesministeriums. Das Vereinsemblem signalisiere dem Bürger und Projektakteuren, es handele sich nicht um Materialen von den Kommunen. Mit der Untersagung habe die Gemeinde ihre Hoheit im LAP ausgespielt, steht für Linss fest. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung habe sich nach einer „sehr kontroversen Diskussion“ aber die Mehrheit der Mitglieder gegen das Einlegen von Rechtsmitteln ausgesprochen.
Sabrina Lauster, die das im November 2011 eröffnete Projektbüro führt, ist aus der „Grätsche“ ausgetreten. Linss bemerkt hierzu, dass Lauster damit einem Ausschlussverfahren zuvorgekommen sei. Der Vorstand wirft der Honorarkraft unloyales Verhalten vor, weil sie früh erklärt habe, sie werde auch bei einem Wechsel des Trägervereins weiterhin ihre Aufgabe wahrnehmen.
Dass ein Schulförderverein nun als Träger eingesetzt ist, stößt bei Linss auf Unverständnis. Für ihn besitzt der Vorgang ein Geschmäckle: „Der Echzeller Bürgermeister Dieter Müller (SPD) ist Vorsitzenden des Fördervereins.“
Alber sieht hingegen das Einsetzen des Fördervereins als alternativlos. „Wir haben im Ort keine AWO oder einen ASB, die die Funktion übernehmen könnten“, sagt er. Der Trägerwechsel habe sich außerdem positiv auf die Entwicklung des LAP ausgewirkt. „Es kommen jetzt mehr Projektanmeldungen von Schulen und Vereinen“, berichtet Alber.
© Frankfurter Rundschau 09.06.2012
Der Verein »Grät-che gegen Rechtsaussen« unterstützt die Initiative »Respekt! Kein Platz für Rassismus. Deren Ziel ist es, Benachteiligungen – etwa aufgrund ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, wegen einer Behinderung oder sexueller Orientierung – zu verhindern. »Die Zugehörigkeit zu einer Minderhieit hat sich niemand ausgeucht Sie ist vielmehr das Resultat verschiedener Umstände, für die man oft selbst gar nichts kann«, betont Manfred Linss, Vorsitzender der Grätsche, in einer Pressemitteilung. »Es ist wichtig zu erkennen, dass man selbst ganz schnell zum Teil einer Minderheit werden kann. Beispielsweise durch einen Verkehrsunfall.« Respekt sei eine entscheidende Grundlage für das Zusammenleben in einer Demokratie. Nur so sei auch Toleranz möglich. »Wir wollen noch mehr Firmen und Vereine gewinnen, die an dieser Aktion teilnehmen«, plant Linss.
© Wetterauer Zeitung 05.06.2012