Archiv der Kategorie: Pressemitteilungen

„Damit jeder gleich sieht was Sache ist!“

Bistro Lokschuppen in Echzell beteiligt sich an der bundesweiten Aktion „Respekt! Kein Platz für Rassismus!“

„Aufmerksam auf dieses Thema haben uns verschiedene Gäste gemacht. Es gäbe Gerüchte in unserem Bistro träfen sich regelmäßig Rechtsradikale um eine Stammtisch abzuhalten. Wir waren wie vor den Kopf geschlagen,“ erzählt Oliver Pusch, Inhaber des Bistro´s Lokschuppen in Echzell. „Es gibt und gab bei uns nie einen Stammtisch irgendwelcher Personen aus dem rechten Spektrum. Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass sich unter meinen Gästen auch hin und wieder Menschen mit dieser Gesinnung befinden, aber wer kann den Menschen schon in den Kopf schauen.“

Geschäftsschädigend sind solche Behauptungen allemal, zumal wenn sie eher auf Gerüchten denn auf Tatsachen basieren. Das fanden auch die Mitglieder der „Grätsche gegen Rechtsaussen“, die schon allein aus ihrem Vereinszweck heraus die rechte Szene rund um Echzell gut kennen und genau beobachten. „Nachdem Oliver Pusch sich an die Grätsche wandte haben wir natürlich ganz besonders genau hingesehen. Wir konnten sogar drei Personen, die dem rechten Spektrum zuzuordnen sind und das Bistro in eher unregelmäßigen Abständen besuchten, identifizieren. Aber von einem organisierten Stammtisch konnte keine Rede sein,“ so Manfred Linss, 1. Vorsitzender des Vereins. Bis auf die szenetypische Kleidung fielen diese Personen aber nie unangenehm auf. Auch ließen ihre Äußerungen während ihrer Besuche im Bistro nie den Verdacht aufkommen sie seien Rechtsradikale. „Und genau darüber haben wir mit der Mannschaft des Bistros gesprochen“.

Das Klischee der Glatzen mit den Springerstiefeln stimmt nämlich nicht mehr. Vielmehr erkennt man sie oft nur an den szenetypischen Kleidungsmarken oder den szenetypischen Tätowierungen. Mitglieder der Grätsche übergaben ihm dazu ein Infopaket des Beratungs Netzwerk Hessen.

Willi Mogk, Bürgermeister von Echzell, äußert sich ähnlich. „Es ist für Aussenstehende nicht so einfach Personen des rechten Spektrums zu identifizieren. Oliver Pusch hat vorbildlich reagiert indem er sich an die Grätsche wandte. Durch die Vorkommnisse vor ein paar Jahren in der Wiesengasse, bei denen unter anderem auch Gaskammerpartys von der rechten Kameradschaft „Old Brothers“ gefeiert wurden sind die Einwohner Echzells ganz besonders für dieses Thema sensibilisiert,“ und Mogk weiter, „In Echzell ist kein Platz für solche Leute.“

Oliver Pusch will zukünftig noch genauer hinschauen und keine Gäste mehr akzeptieren, die schon allein durch ihre Kleidung der rechten Szene zuzuordnen sind. Um dies auch nach außen zu demonstrieren brachte er zusammen mit Manfred Linss und Bürgermeister Willi Mogk ein „Respekt! – Kein Platz für Rassismus!“-Schild an seinem Bistro an. Er beteiligt sich damit an der bundesweiten Aktion der Gewerkschaft IG Metall, an der schon zahlreiche andere Organisationen, Gewerbetreibende und Behörden teilgenommen haben.

„Damit jeder gleich sieht was Sache ist!“

Informationen zu der Aktion „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ finden Sie unter www.respekt.tv

Pressekontakt: Manfred Linss 0171/1960693

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GRÄTSCHE GEGEN RECHTSAUSSEN e.V.

Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins

Postfach 1102

61207 Echzell

 

 

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„Vermehrt euch nicht!“

Die Jungen Nationaldemokraten, Nachwuchsorganisation der rechtsradikalen NPD, verschicken Kondome mit der Aufschrift „für Ausländer und ausgewählte Deutsche“. Die Botschaft: „Vermehrt euch nicht!“

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass rechte Aktivisten selbst vor, sagen wir mal, unkonventionellen Mitteln, nicht zurückschrecken. Da wird schon mal ein Schlägertrupp losgeschickt um störende Widersacher einzuschüchtern, Beleidigungen, Verleumdungen oder das Verdrehen von Tatsachen sind an der Tagesordnung. Volksverhetzung, Körperverletzung und Beleidigung sind nur einige Verfehlungen auf der Liste der Vorstrafen von NPD-Parteifunktionären. In keiner anderen Partei ist der Anteil an vorbestraften Amtsträgern so hoch wie in der NPD, ca. 30%.

Seit einigen Jahren jedoch sehen sich einige der Funktionäre in der Rolle der „rechten Intelektuellen“. Kreativ modern müssen Aktionen sein, witzig, einprägsam und nicht zuletzt auch juristisch unangreifbar. Auffallen um jeden Preis.

Da werden Statistiken solange verbogen, bis man den vermeintlichen Nachweis einer Überfremdung durch Zuwanderung nachweisen kann, verschweigt aber, dass der überwiegende Teil der hier lebenden Migranten einen Beitrag zu unserem Sozialsystem leistet. Ja, auch Migranten zahlen Omas Rente. Man appelliert an die Urängste der Menschen. Mit den tatsächlichen Verhältnissen hat das wenig zu tun. Und Lösungen für die von ihnen geschilderten Probleme bieten sie schon gar nicht an. Wie auch, für selbst konstruierte Probleme gibt es keine Lösung. Die politische Arbeit dieser Parteien geht über das skandieren von hohlen Phrasen nicht hinaus.

Und so verschicken diese Leute eben auch Briefe. Briefe, gerichtet an Menschen, die sich für ein vielfältiges und tolerantes Miteinander einsetzen. Eben für Demokratie. Briefe, deren Inhalt die menschenverachtenden Anschauungen der Verfasser widerspiegeln. So auch der momentan in ganz Deutschland kursierende Brief, der ein Kondom enthält und dem Empfänger mitteilt: “Vermehr euch nicht, ihr schadet dem deutschen Volk“. Diesen Brief erhielten Politiker, Pfarrer, Sportfunktionäre, Initiativen…. Die Liste ist lang. Nun könnte man sagen:“Ein Brief schadet doch niemandem, Papier ist geduldig, wirf ihn einfach weg.“ Aber so einfach ist es nicht.

Das mit dem „vermehrt euch nicht“ ist nämlich nicht neu und schon gar nicht besonders kreativ. Das gab es schon mal. Menschen die eingeteilt wurden in „wertes“ und „unwertes“ Leben. Und so stehen die „modernen Rechten“ weiterhin in der Tradition der Ewiggestrigen. Da nutzt auch ein moderner Anstrich nichts.

Aber man kann Rückschlüsse ziehen. Sie wollen keine Asylbewerber, sie wollen auch keine Ausländer hier in unserem Land und jetzt wollen sie auch keine Menschen mehr, die ihre Meinung offen sagen. Kritik ist nicht erwünscht. Auch das gab es schon einmal. Da stellt sich einem doch die Frage: „Welche Bevölkerungsgruppe wird die nächste sein?“ Behinderte vielleicht? Deutsche deren Eltern oder Großeltern Migrationshintergrund hatten? Schwule oder Lesben? Und was passiert eigentlich wenn man sich all derer entledigt hat. Wer ist dann der Nächste. Sie vielleicht?

Der Verein „Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.“ erhielt am 21. Mai 2014 einen Brief der Jungen Nationalisten dem ein Kondom beigelegt war.

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„Netzwerk gegen Rechts“

Selbstverständnis ist erarbeitet 

Im Februar trafen sich erstmals 17 Wetterauer Organisationen, um den Aufbau eines Netzwerks gegen Rechts zu organisieren.

Im Rahmen von zwei Fachvorträgen und zwei Workshops wurden dabei die Erfordernisse für den Aufbau eines Netzwerks erarbeitet. Als Ergebnis des ersten Treffens wurde vereinbart, dass zunächst das grundlegende Selbstverständnis wie auch die Struktur des Netzwerks erarbeitet und vereinbart werden muss.

Im März trafen sich die Organisationen nun erneut, um sich ein Selbstverständnis zu geben und erste Strukturen aufzubauen. Hierbei wurden sie wieder unterstützt vom Beratungsnetzwerk Hessen.

Die Vertreter der Organisationen vereinbarten folgende Punkte:

  • Das Netzwerk setzt sich zum Ziel gemeinsame Aktionen durchzuführen, sich gegenseitig zu unterstützen, Aufklärung und Präventionsmaßnahmen nach außen durchzuführen und nach innen Informationen, Material und Referenten auszutauschen.
  • Informationen sollen gesammelt und gebündelt weiter gegeben werden.
  • Eine gemeinsame Internetplattform wird erstellt und eine Notrufkette errichtet.
  • Jede Organisation, die Mitglied in diesem Netzwerk ist, bleibt weiterhin autonom.
  • Die Mitgliedschaft ist freiwillig.

Das Selbstverständnis wurde gemeinsam vereinbart und festgelegt: Netzwerk für Demokratie und Respekt, gegen Rassismus und Neonazismus. Ein Name der kurz und prägnant ist, wird hierzu noch erarbeitet.

Die Organisationen einigten sich darauf, dass zunächst eine gemeinsame Homepage entwickelt werden soll. Der Asta der THM Friedberg unterstützt bei der Entwicklung und beim Aufbau der Seite.

Auch wurde entschieden, dass das Netzwerk durch ein Team koordiniert werden muss. Die Aufgaben für dieses Team wurden erarbeitet. Sie sind Ansprechpersonen nach außen, bereiten die Netzwerktreffen vor, bündeln Informationen und leiten sie weiter. In Zukunft gehört zu ihren Aufgaben auch die Pflege der gemeinsamen Internetplattform.

Als Koordinationsteam wurden benannt:

  • Cornelia Wenk – Antifaschistische Bildungsinitiative e.V.
  • Rochsane Mentes – BUNTerLEBEN, der Lokale Aktionsplan der Mittleren Wetterau
  • Manfred Linss – Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.
  • Martin Schindel – Projektstelle Prävention gegen Rechtsextremismus im ländlichen Raum des Dekanat Nidda

Das nächste Treffen des jungen Netzwerks wird in Kürze stattfinden. Auf der Tagesordnung steht die Bearbeitung des ersten Entwurfs der Homepage-Struktur sowie die Abstimmung ob und in welcher Form das Netzwerk im Rahmen der Interkulturellen Woche eine gemeinsame Veranstaltung initiiert.

Pressekontakt: Manfred Linss 0171/1960693

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Presseerklärung der Antifaschistischen Bildungsinitiative e.V. Friedberg und Grätsche gegen Rechtsaussen e.V. Echzell

„17 Organisationen bereiten eine Vernetzung zu einem Bündnis für Demokratie, Toleranz, Integration und gegen Rassismus in der Wetterau vor“

Am Samstag dem 08.02. haben siebzehn Organisationen aus der Wetterau den Aufbau einer Vernetzung vorbereitet. 

Anlass für diese Vorbereitung zu einem Netzwerk sind u.a. die schleichende Entwicklung der rechtsextremen Strukturen im und um den Wetteraukreis, die zunehmende Zuweisung von Flüchtlingen in den Kreis sowie der dringend notwendige Handlungsbedarf der Organisatoren auf Vernetzung, als Ergebnis der Fachtagung gegen Rechts vom 09.11.2012 in Büdingen.

Initiiert und organisiert haben diese Veranstaltung die Antifaschistische Bildungsinitiative e.V. aus Friedberg und die Grätsche gegen Rechtsaussen e.V. aus Echzell.

„Wir wollen mit dieser Initiative ein deutliches Zeichen nach außen setzen, so die Organisatoren. Gemeinsam werden wir effizienter, können uns inhaltlich und organisatorisch unterstützen und gemeinsam aktiv werden. Wir wollen für Bürgerinnen und Bürger präsenter werden und unsere Angebotsvielfalt der Öffentlichkeit besser zugänglich machen.“

So startete der Samstagmittag zunächst mit einem aktuellen Überblick zur Situation im Wetteraukreis mit einem Vortrag der Antifaschistischen Bildungsinitiative. Dr. Reiner Becker vom Beratungsnetzwerk Hessen führte in das Thema Netzwerk ein und referierte über die Vorteile funktionierender Netzwerke für Demokratie und gegen Rassismus. Im Anschluss wurde im Rahmen von zwei Workshops die Struktur und auch die Inhalte und Wünsche an ein Netzwerk erarbeitet. Am Ende des arbeitsreichen Nachmittags hatten die 17 Organisationen gemeinsam eine mögliche Arbeitsstruktur und mögliche Inhalte erarbeitet. Schwerpunktmäßig will das Netzwerk sich folgenden Themen widmen: Informationsfluss für intern und extern soll verbessert werden. Ziel ist die bessere Zusammenarbeit mit Schule und Bildungseinrichtungen, Aufklärung, Verbesserung der Zusammenarbeit mit ausländischen Organisationen, generationsübergreifende Veranstaltungen aber auch die Aktivierung bei z.B. Demonstrationen. Vorhandene Ressourcen sollen gebündelt, eine Ideenbörse bzw. –werkstatt für Multiplikatoren könnte entwickelt werden.

Um Fremdenhass zu begegnen können gemeinsame Aktionen geplant und umgesetzt werden. Zunächst wollen sich die Organisationen mit dem Aufbau einer Netzwerkstruktur befassen und haben hierzu bereits kurzfristig einen neuen Termin verabredet.

Am Ende des Nachmittags stand fest, dass alle anwesenden Organisationen sich am weiteren Aufbau beteiligen wollen. „Unser Ziel ist in der Wetterau ein möglichst breites Netzwerk zu errichten um für möglichst viele Menschen eine Plattform bieten zu können. Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Partner ist so bunt wie die Wetterau“, so die Organisatoren.

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Grätsche gegen Rechtsaussen stellt ihre Arbeit auf der Frankfurter Buchmesse vor

Der Verein „Grätsche gegen Rechtsaussen“ ist mit einem Stand auf der Frankfurter Buchmesse 2013 vertreten 

Der erste Vorsitzende des Vereins, Manfred Linss, kann es noch gar nicht glauben. „Ich hätte nie gedacht, dass das Interesse an unserer Arbeit so groß ist, dass man uns einen Stand auf der Buchmesse anbietet.“
In Kooperation mit der Initiative „Respekt! – Kein Platz für Rassismus“ stellt die „Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.“ ihre Arbeit mit einem Stand auf der Frankfurter Buchmesse vor. Insbesondere die Veranstaltung „Vereint Zeichen setzen!“, die im Sommer diesen Jahres in Nieder-Florstadt stattfand, wird den Besuchern der Messe vorgestellt um ihnen das zivilgesellschaftliche Engagement des Vereins näher zu bringen. „Wir wollen auch anderen Initiativen zeigen, dass man mit Engagement und Mut viel erreichen kann“, so Manfred Linss weiter. „Jeder Verein und jede Initiative, die sich gegen nichtdemokratische Tendenzen zur Wehr setzt, kann unglaublich viel erreichen. Sich für ein demokratisches Miteinander einzusetzen lohnt sich.“
Neben der „Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.“ wird der Messeauftritt auch von Michael Strecker, dem Autor von „Der Aufstieg des Nationalsozialismus aus der Sicht zweier oberhessischer Dörfer. Wie war Hitler möglich?“ begleitet. Er stellt sein Buch über den Aufstieg der Nazis am Fallbeispiel zweier oberhessischer Dörfer auf der Messe vor. Auch der lokale Aktionsplan „BUNTerLEBEN“ – Gemeinsam für Vielfalt und Respekt, sowie das „beratungsNetzwerk Hessen“ – Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus beteiligen sich an dem Messeauftritt.
Neben Informationen über aktuelle Projekte können sich die Besucher über die Arbeit der Initiativen informieren.
Der Stand der „Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.“ ist in Halle 3.1 vom 9. bis 13. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse zu finden.

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Mitglieder der Grätsche gegen Rechtsaussen e.V. kaufen „OLD BROTHERS-CASTLE“

Die ehemalige Hofreite von Patrick W., dem Neo-Nazi aus Echzell, der im Dezember letzten Jahres zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, befindet sich jetzt offiziell im Besitz von Mitgliedern der  Grätsche gegen Rechtsaussen.

Mit der Abnahme des „Old Brothers“ – Schildes am Hoftor des Anwesens durch die neuen Eigentümer wurde auch symbolisch ein Schlussstrich unter die fast vier Jahre andauernden Belastungen für die Anwohner gezogen.

„Es ist wieder ruhig in der Wiesengasse. Fast so wie früher“, resümiert Manfred Linss, 1. Vorsitzender der Grätsche gegen Rechtsaussen. Aber nur fast. Die jetzigen Eigentümer entschlossen sich zum Kauf des Anwesens eben auch, weil die Angst, es könne wieder ein „Rechter“ dort einziehen, permanent in ihren Köpfen sitzt.

„Wer das, was wir hier erlebt haben, selbst erfahren hat, kann das nachvollziehen.“, so der neue Eigentümer. Jeder Krach von der Straße, Reifenquietschen oder ähnliche Geräusche lassen auch heute noch die Erinnerungen wieder hochkommen.

Die Gründung der Grätsche gegen Rechtsaussen war der entscheidende Schritt, der den Menschen in der Wiesengasse zu diesem Erfolg zu verhalf. „Alleine ist man machtlos. Wir können nur jedem raten, der in eine solche Situation gerät, sich Mitstreiter zu suchen und selbst aktiv zu werden. Unterstützung der Behörden hatten wir anfänglich so gut wie keine“ erinnert sich Manfred Linss. Erst der Druck der Öffentlichkeit durch die Arbeit der Grätsche gegen Rechtsaussen führte bei so manchem Behördenleiter zum Umdenken. Heute stellen sich einige der damaligen Akteure im Lichte des hilfsbereiten Beamten in der Öffentlichkeit dar. Darüber können die Betroffenen heute – wieder – lachen.

Alles in allem war die Arbeit des Vereins sehr erfolgreich und richtungsweisend.

Mit der Verurteilung von Patrick W. ist aber die Arbeit der Grätsche gegen Rechtsaussen noch lange nicht getan. Aktuell arbeitet der Verein in Kooperation mit fünf weiteren Vereinen aus der Region eng zusammen, um im Juni 2013 ein großes Event gegen Rassismus und Intoleranz unter dem Motto „Vereint-Zeichen-Setzen“ auf die Beine zu stellen.

 

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Patrick W. wird zu hoher Gefängnisstrafe verurteilt

Der Echzeller  Verein und frühere Bürgerinitiative Grätsche gegen Rechtsaussen e.V. zieht, nach dem Urteil vom 3. Dezember gegen Patrick W., Bilanz.

 „Die Verurteilung von Herrn W. ist zu einem großen Teil auch der Arbeit unseres Vereins zu verdanken“, sagt Manfred Linss, erster Vorsitzender des Vereins.  Fast drei Jahre setzte sich der Verein immer wieder für die betroffenen Anwohner der Gemeinde ein. Der Erfolg gibt ihnen Recht: “Unser Beispiel soll anderen Initiativen und Organisationen Mut machen sich gegen Rechtsextremis-mus einzusetzen.“  Dabei war es nicht immer leicht. Bedrohungen, Untätigkeit der Behörden, ja sogar den Vorwurf, der Verein wäre dafür verantwortlich eine ganze Gemeinde ins „rechte Licht“ zu zerren, mussten sich die Mitglieder des Vereins, teilweise sogar von Vertretern der Behörden, vorwerfen lassen. Der Fall Patrick W. füllt mittlerweile ganze Aktenordner des Vereins. Anzeigen und Beschwerden wurden seitens der Behörden nicht ernstgenommen oder einfach ausgesessen .  Der Versuch durch Patrick W., einen Nachbarn mit dem Auto zu überfahren, wurde als Nachbarschafts-streitigkeit  gewertet. Laut grölende Neonazis, die auf Partys  Naziparolen skandierten, wurden als Ruhestörung und als „ein bisschen über die Stränge schlagen“ seitens der verantwortlichen Behörden gewertet. Ein Nachbar von Patrick W. musste am eigenen Leib erfahren was es mit „ein bisschen über die Stränge schlagen“ so  auf sich hat. Er wurde, weil er sich über den Lärm bei einer der Partys beschwerte, zusammengeschlagen.

Erst das Einbinden der Öffentlichkeit durch Pressearbeit und zahlreiche Veranstaltungen, wie beispielweise ein Festival  gegen Rechts, machte es den Behörden schwer, einfach nur wegzusehen oder halbherzig zu reagieren.  Mit den Worten, „keine Angst zeigen, nicht aufgeben und immer wieder Druck machen“, beschreibt Manfred Linss die Tätigkeit der Grätsche gegen Rechtsaussen im Fall Patrick W..

So ist auch die Bemerkung des Vorsitzenden Richters, Johannes Steinbach, der Patrick W. bei der Urteilsverlesung attestierte  ein Rassist mit einem menschenverachtendem Weltbild zu sein, für den Verein der größte Erfolg. Manfred Linss: „Es gibt keine rechtsextremistischen unpolitischen Menschen. Wer sich mit Symbolik des Naziregimes umgibt, antisemitische Tätowierungen auf dem Arm trägt und Gaskammer Partys feiert, ist nicht unpolitisch und schon gar kein übermütiger dummer Junge, wie Patrick W. so gern von Vertretern der Behörden oder nicht direkt Betroffener bezeichnet wurde. Rassisten sind keine nette Menschen !!“ 

Der Verein, dessen Arbeit in den letzten Jahren auch mit zahlreichen Preisen für Zivilcourage und den Einsatz für Demokratie und Toleranz geehrt wurde, wird weitermachen. Manfred Linss: „Fremdenfeindlichkeit und ein rechtes Weltbild sind bereits in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Wir müssen  gerade jungen Menschen zeigen, dass es sich lohnt  für Demokratie und den damit verbundenen Privilegien wie Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit  und Gleichberechtigung einzutreten. “

 

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Domi Bade spielt auf dem Kirchplatzfest in Echzell

 „Café-Bar International“ – Unter diesem Motto nimmt der Verein Grätsche gegen Rechtsaussen e.V. am Echzeller Kirchplatzfest teil.

 Am 18. Und 19. August findet in Echzell das traditionelle Kirchplatzfest, das von Vereinen des Ortes ausgerichtet wird, statt. Der Verein „Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.“  nimmt zum ersten mal an diesem Fest Teil. In einer  „Café-Bar International“ werden Spezialitäten aus aller Welt angeboten. So gibt es beispielsweise Süßspeisen aus dem Orient, Met aus dem Norden, Salat aus Südamerika, um nur einige zu nennen.

Auch an Attraktionen mangelt es nicht. Masken basteln für die „Kleinen“, Büchsen werfen mit einem Tablet-PC als Hauptpreis und last but not least wird Domi Bade in der „Café-Bar International“ vorbeischauen und einige seiner Songs zum Besten geben.

Kein Unbekannter mehr

Domi Bade und Band, die sich 2008 gründeten können auf mehr als 100 Auftritte zurückblicken. Neben zahlreichen gewonnen Musikwettbewerben sowie  Radio BOB!`s-Onlinevoting „Hessens beliebtesten Rock & Popsong 2010“ konnten die Musiker auch schon zwei EP´s produzieren. Die Band selbst umschreibt ihren Musikstil als „Folk-Punk auf Deutsch? Japjap! – Oder so ähnlich.“

Berührungsängste abbauen

„Wir wollen das Vereinsleben in Echzell aktiv mitgestalten. Die Teilnahme am Kirchplatzfest bietet uns eine gute Möglichkeit die Besucher über unsere Arbeit zu informieren und somit Berührungsängste abzubauen“, so Manfred Linss, erster Vorsitzender des Vereins.

 

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Bildungsfahrt zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald – “Gegen das Vergessen”

Der Echzeller Verein “Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.” veranstaltet am 30. September eine  Bildungsfahrt zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald.

Noch vor 20 Jahren fuhr beinahe jede Schule mit Ihren Klassen zu einer Gedenkstätte der Opfer des dritten Reichs Das hat sich in den letzten Jahren geändert. „Mit der Fahrt wollen wir nicht den Zeigefinger erheben sondern erinnern. In Buchenwald kann man eindringlich erleben wozu radikalisierte Menschen fähig sind“, erklärt Manfred Linss, der erste Vorsitzende des Vereins. Und das Thema ist aktueller denn je. „Die Anschläge der NSU zeigen, dass es auch in der heutigen aufgeklärten Gesellschaft Menschen gibt, die selbst vor Mord nicht zurückschrecken um Ihre radikalen menschenverachtenden Anschauungen durchzusetzen“.

Neben einer Filmvorführung wird es Führungen durch geschultes Personal der Gedenkstätte geben. Ebenso ist ein gemeinsames Mittagessen geplant.

Die Fahrt wird vom lokalen Aktionsplan “BUNTerLEBEN“ finanziell gefördert. „Deshalb können wir die Fahrt auch sehr preiswert anbieten. Das ermöglicht es auch Jugendlichen und finanziell schlechter gestellten Menschen an der Fahrt teilzunehmen“, so Manfred Linss weiter.

Die Fahrt findet am 30.09.2012 statt und kostet 5,-€ bzw. 15,-€ inkl. einem Mittagessen. Das Mindestalter für die Teilnahme ist 12 Jahre. Interessenten können sich über die Webseite des Vereins unter www.graetsche-gegen-rechtsaussen.de noch bis 30.08.2012 anmelden.

 

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Streit um LAP – Grätsche gegen Rechtsaussen e.V. zieht sich zurück

Der Verein Grätsche gegen Rechtsaussen e.V. zieht sich aus dem Streit um den Lokalen Aktionsplan Mittlere Wetterau zurück und legt die Trägerschaft für die Projeke „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Projektbüro“ nieder.

Vorausgegangen war die Einsetzung eines neuen Projektträgers mit der gleichzeitigen Zurückforderung bereits ausgezahlter Fördermittel durch die Gemeinde Echzell. Der Verein hat daraufhin Widerspruch gegen die Bescheide eingelegt.

„Ein Konsens ist, trotz diverser Versuche, leider nicht mehr herzustellen. Die Akteure wollen keine kritischen Nachfrager. Man möchte keine Zusammenarbeit auf Augenhöhe“.

Da der Verein aber nach wie vor den LAP für eine gute Sache hält und das Projekt nicht durch einen Rechtsstreit gefährden will zieht er sich freiwillig zurück. „Enttäuscht sind wir schon, es ging uns immer nur um die Sache nie um Politik. Leider mussten wir feststellen, dass andere das nicht so sehen. Deshalb haben wir  unsere Widersprüche zurückgezogen und unsere Trägerschaft niedergelegt.“

Der Verein wird aber trotz allem nicht aufhören den LAP zu unterstützen. „Wir werden weiterhin selbst Projekte einbringen und auch gerne jeden Verein, der ein förderungswürdiges Projekt durchführen will, dabei unterstützen.“

 

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