Archiv der Kategorie: Aktivitäten

Wettbewerb „best 2011“ des Hessischen Jugendrings

Am 17.11.2011 fand im Hessischen Landtag die Preisverleihung an die Gewinner unseres Jugendarbeitspreises Best 2011 statt. Staatsminister und Schirmherr Stefan Grüttner sagte in seiner Würdigung: „Jugendverbände geben Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Kompetenzen zu erweitern, Verantwortung zu übernehmen, Selbstbewusstsein zu entwickeln und Gemeinschaft mit Gleichaltrigen zu erleben. Nicht selten werden Projekte verwirklicht und Angebote gemacht, die bis weit in die Gesellschaft hinein ihre Wirkung entfalten. Die mit dem Jugendarbeitspreis `best 2011´ prämierten Projekte sind dabei besonders beispielgebend“

Die Gewinner in den ausgeschriebenen Kategorien sind:

Kategorie 1 – Medienpädagogik

1. Preis – Ev. Jugendwerk Hanau: Verantwortung im Netz
2. Preis – GCL, Region West in Zusammenarbeit mit der FH Mainz: Weiter – der Film
3. Preis – KJG Fulda: Video-Wahlwerbespot zum Thema: Demokratie und Wahlen
4. Preis – SJD Die Falken – Hessen: Hörspielwerkstatt „Mut tut gut“ zum Thema Zivilcourage
5. Preis – Deutsche Jugend Rußland, Kreisgruppe Frankfurt: DJR-TV – Mitmach-Online-Fernsehen für die Jugend
5. Preis – (Punktgleich) Evangelische Jugend Dekanat Odenwald: Veranstaltungsradiao B 46 – zum Michelstädter Bienenmarkt

Kategorie 2 – Allgemeiner Preis

1. Preis – AG der Jugendwerke der Ev. Freikirchen – Jesus Gemeinde Dietzenbach und Ecclesia Gemeinde Darmstadt: Eine Schale Reis
2. Preis – Stadtjugendring Wiesbaden: Projektgruppe – „Kaputtsparen“
3. Preis – KJG Fulda: Integrative Ferienfreizeitangebote
4. Preis – Sportjugend Hessen in Kooperation mit dem Verein ‚Grätsche gegen Rechtsaußen‚: Festival gemeinsam gegen Rechtsaußen
5. Preis – BDKJ Darmstadt in Kooperation mit dem Spielekreis Darmstadt: Gesellschaftsspiele-Fest „Darmstadt spielt“

 

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Wettbewerb des BfDT – „Aktiv für Demokatie und Toleranz“

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz hat in diesem Jahr einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem sich Vereine, Projekte, Initiativen und Einzelpersonen die zielgerichtete zivilgesellschaftliche Aufgaben übernehmen, bewerben können.

Auch wir haben uns bei diesem Wettbewerb angemeldet.

..“Den preisgekrönten Initiativen und Projekten winken Geldpreise im Wert von 2.000 bis 5.000 € und eine verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit.“…

Mit dem Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ trägt das Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) vorbildliche und nachahmbare Projekte und Initiativen aus ganz Deutschland zusammen. Für das BfDT als Ansprechpartner und Impulsgeber der Zivilgesellschaft ist der Wettbewerb ein wichtiges Mittel, seine Aufgaben zu erfüllen, neue Partner zu finden und zivilgesellschaftliche Aktivitäten und Bedürfnisse zu identifizieren. Einmal im Jahr werden die besten Projekte ausgewählt und mit Preisen gewürdigt. Dabei geht es nicht darum, die „einmalige“ Aktion aufzuspüren, sondern vielmehr die Vielfalt der vorhandenen und auf Nachhaltigkeit angelegten Konzepte sichtbar zu machen. Als Best-Practice-Beispiele, denen durch die öffentlichen Preisverleihungen zu noch größerer Bekanntheit verholfen wird, sollen sie auch andernorts Projektideen Pate stehen und Menschen zur Nachahmung anregen. Denn jede/r kann im eigenen Lebensumfeld etwas für unsere Demokratie tun!“

 

Download Ausschreibungsflyer*

 

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Interview in der Wetterauer Zeitung

Rechte bleiben Problem in der Wetterau

Der stellvertretende Vorsitzende Manfred Linss über das heutige Festival auf dem Sportplatz in Gettenau Echzell  

Heute will Echzell mit einem Festival erneut ein Zeichen gegen Rechts setzen. Der »Schlitzer« und sein Umfeld hatten im vergangenen Jahr den Ausschlag für das erste Festival gegeben – aber er sitzt seit gut vier Wochen in Haft. Der Verein »Grätsche gegen Rechtsaußen« will das Fest trotzdem veranstalten. Es gebe keinen Grund zur Entwarnung, sagt der stellvertretende Vorsitzende Manfred Linss. 

Herr Linss, wieso organisieren Sie zum zweiten Mal ein Festival gegen Rechtsextremismus?

Manfred Linss: »Obwohl der Leitwolf der Truppe fehlt, finden weiter Aktivitäten der  Rechten  statt. Die machen jetzt mehr intern, nur die Bedrohungen der Nachbarn sind weniger geworden. Es ist ruhiger geworden, aber es ist nicht vorbei. Wir richten uns mit den Festival nicht nur gegen Rechte in Echzell, sondern in der gesamten Wetterau. Nur weil einer hinter Gittern verschwindet, ist das Problem insgesamt nicht weniger geworden.«  

Ist Rechtsextremismus besonders in der Wetterau ein Problem?  

Linss: »Zweifellos gibt es in der Wetterau Rechtsextreme. Aber die gibt es auch in anderen Orten in Deutschland. Gerade der Osten der Wetterau ist sehr strukturschwach. Die Arbeitslosigkeit ist dort besonders hoch, und es gibt beispielsweise wenig Ärzte und kaum Vereine, die sich um Jugendliche kümmern. Dann sind junge Leute für rechte Rattenfänger, die sich gegen eine tolerante Gesellschaft und die Grundwerte der Demokratie aussprechen, besonders empfänglich.«

Wollen Sie das Fest im kommenden Jahr wiederholen?

Linss: »Wir wollen nicht jedes Jahr ein Festival machen. Wir werden in diesem Jahr mit etwa 10.000 Euro vom Programm »Toleranz fördern – Kompetenz stärken« des Familienministeriums unterstützt. Nächstes Jahr könnten ähnliche Feste in anderen Gemeinden in der Wetterau stattfinden. Wir haben kein Dauerabo auf die Projektgelder. Unser Verein könnte auch zivilgesellschaftliche Gruppen aus anderen Regionen bei der Planung unterstützen.«

Interview mit der Wetterauer Zeitung vom 6. August 2011 

  

Der Junge im gestreiften Pyjama vorgelesen von Wulf Hein

{gallery width=100 height=150 alignment=left-float padding=2}aktivitaeten/pics/derjungeimgestreiftenpyjama.jpg{/gallery}Der neunjährige Bruno weiß nichts von der Endlösung oder dem Holocaust. Er ist unberührt von den entsetzlichen Grausamkeiten, die sein Land dem europäischen Volk zufügt. Er weiß nur, dass man ihn von seinem gemütlichen Zuhause in Berlin in ein Haus verpflanzt hat, das in einer öden Gegend liegt, in der er nichts unternehmen kann und keiner mit ihm spielt. Bis er Schmuel kennenlernt, einen Jungen, der ein seltsam ähnliches Dasein auf der anderen Seite des angrenzenden Drahtzauns fristet und der, wie alle Menschen dort, einen gestreiften Pyjama trägt. Durch die Freundschaft mit Schmuel werden Bruno, dem unschuldigen Jungen, mit der Zeit die Augen geöffnet. Und während er erforscht, wovon er unwissentlich ein Teil ist, gerät er unvermeidlich in die Fänge des schrecklichen Geschehens.

Taschenlampenlesung: Das Buch wird in 3 Sitzungen abends ab 20:00 Uhr beim Schein der mitgebrachten Taschenlampen vorgelesen.

Wo? In der Gemeindebücherei 61209 Echzell, Hauptstraße 172.

Von 20:00 Uhr bis ungefähr 22:00 Uhr. Geeignet für Jugendliche ab 12 Jahren.

1. Lesung: 04. März
2. Lesung: 01. April
3. Lesung: 16. April
4. Filmvorführung: 13. oder 14. oder 15. Mai

Verantwortlich für die Veranstaltung:
Bildungsinitiative der Grätsche gegen Rechtsaußen e.V., Postfach 1102, 61207 Echzell, Tel.: 01 51 / 21 95 88 58

 

 

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Leserbrief an die Wetterauer Zeitung

zu: WZ Nachbarschaftsstreit beschäftigt nun auch RP vom 12. Oktober 2010

Dass die Wiesengasse in Echzell schon seit über einem Jahr „überwacht“ wird und nicht erst seit dem Video Anfang Juli im Internet, ist den polizeilichen Behörden durchaus auch bekannt. Wobei hier statt überwacht auch eher der Begriff „überwacht und kontrolliert“ zu verwenden ist. Denn es ist eine Person, die der rechten Szene nachweislich zuzuordnen ist, die dies tut. Nun, und der andere Nachbar überwacht sein eigenes Haus und dessen Eingang weil er berechtigterweise Angst hat und sich außerdem bedroht fühlt. Wer die Ereignisse in der Wiesengasse in der Vergangenheit verfolgt, hat kann das sicherlich nachvollziehen …

Dass der Artikel mit „Nachbarschaftsstreit“ titelt, ist schon fast unverschämt. Denn der Hintergrund der ganzen Überwachung sind ganz klar die „rechten Aktivitäten“ in der Wiesengasse – im Übrigen sollte dies dem RP schon längst bekannt sein. Ich denke, die allgemeine Problematik der Überwachung des öffentlichen Raums ist hier in diesem konkreten Fall nicht das vorrangige Problem. So wird es allerdings in dem Artikel suggeriert.

Das Video selbst sollte doch auch ausreichend Nachweis des Missbrauchs und Verstoßes gegen die gültigen Datenschutzbestimmungen sein. Warum da die Frage nach einer evtl. Attrappe oder die Frage, „ob nur beobachtet wird“ – was soll das ? Und dann noch das Hin- und Herschieben der Zuständigkeiten und Kompetenzen …

Und wenn, wie in dem Artikel, von „mutmaßlich rechtsradikalen Gästen“ gesprochen wird, dann ist das wider besseren Wissens !

Letztendlich stellt sich doch die Frage, wie lange das noch so weiter gehen soll, bis hier tatsächlich eingegriffen wird.

Vielleicht sollte sich Frau Hillenbrand-Beck einmal selbst vor Ort von der Situation ein Bild machen und den RP gleich mitbringen.

Ich lade beide herzlich dazu ein !

Manfred Linss, Echzell

2. Vorsitzender Grätsche gegen Rechtsaußen e.V. i.G.

 

Lesen Sie hier den Artikel: WZ Nachbarschaftsstreit beschäftigt nun auch RP vom 12. Oktober 2010