Wetterauer Zeitung – Hartwig: Aussage der Polizei zu Drohung ist »eine Katastrophe«

An den hessischen Innenminister Boris Rhein hat sich der Vorsitzende der Lagergemeinschaft Auschwitz, Uwe Hartwig (OberMörlen) gewandt. Im kürzlich erschienen WZ-Artikel über die Drohung im Internet gegen den Wetterauer Antifa-BI-Vorsitzenden war ihm ein Zitat von Polizei-Pressesprecher Jörg Reinemer sauer aufgestoßen: »Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt, prüft aber auch, ob der Wortlaut überhaupt eine Bedrohung darstellt.

« Hartwig: »So wie der Satz singulär steht, vermittelt er den Eindruck, dass die Friedberger Polizei sich der Bedrohung, die von den Wetterauer Rechtsextremisten schon lange ausgeht, nicht sicher ist.

« In einem Internet-Forum hatte gestanden, der Antifa-BI-Chef möge sich nicht wundern, wenn er mit seinem Auto in die Luft flöge, weil ein wenig zu viel Sprengstoff darunter deponiert wurde.

Hartwig: »Das Muster einer solchen Formulierung ist bekannt: Man kündigt das beschriebene Ereignis nicht an, man fordert auch nicht dazu auf. Nicht selten findet sich jedoch prompt ein Brandstifter, und der Biedermann ist fein raus.«

Die Mitteilung des Polizeisprechers sei »eine Katastrophe« und man frage sich nach der Wahrnehmung der Beamten. »Die Tendenz zur politischen Einäugigkeit scheint vorzuliegen«, kritisiert Hartwig weiter. »Für eine Information über Ihre Einschätzung des Vorganges würde ich mich freuen,« endet der Brief Hartwigs an Rhein.

 

© Wetterauer Zeitung 12.03.2012

 

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