(dab). Auf einem Grundstück in der Wiesengasse sind am Freitag sieben Hunde sichergestellt worden. Die mutmaßlich als gefährlich einzustufenden Hunde seien nicht angemeldet, teilte Ordnungsamtsleiter Thomas Alber mit. Auch werde nur für einen Vierbeiner Steuern bezahlt.
Es habe Hinweise darauf gegeben, dass auf dem Grundstück mehrere Hunde gehalten werden, eventuell sogar ein gewerbsmäßiger Handel betrieben wird. Trotz mehrmaliger Aufforderung von Ordnungsamt und Tieraufsicht des Wetteraukreises habe der Eigentümer der Hofreite aber nicht erklärt, welche und wie viele Hunde bei ihm leben.
Sicher ist laut Alber, dass mindestens einer der Hunde ein Pit-Bull-Mix ist. Das hebe auch die Tieraufsicht nach einem Kontrollbesuch im Vorfeld bestätigt. Zwar seien die Hunde nicht auffällig geworden und auch beim Abtransport „lieb“ gewesen — im Gegensatz zu deren Besitzer, der »körperlich gegen die Behördenmitarbeiter vorgegangen« sei. Doch für sogenannte Listenhunde muss ein Fachkunde- und Wesenstest vorgelegt werden, eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen und Hundesteuer bezahlt werden. Ein weiteres Problem in diesem Fall: Dem Mann, der die Hunde vermutlich hält mangele es an der persönlichen Zuverlässigkeit, die vom Gesetzgeber gefordert werde. „Er ist einschlägig vorbestraft, wegen Körperverletzung. Er selber darf die Tiere nicht halten“, erklärte Alber.
Die Hunde sind nun erst einmal im Tierheim untergebracht. Ein Rassegutachten soll klären, ob es sich bei allen um Listenhunde handelt. Auch der Vorwurf des Handels muss geklärt werden. Dem Besitzer droht eine Geldbuße.
© Wetterauer Zeitung 17.07.2010