(dab). Die Gemeindevertreter haben in ihrer jüngsten Sitzung der Resolution gegen Rechtsextremismus zugestimmt, den die Mitglieder des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Umwelt und Soziales erarbeitet hatten (die WZ berichtete). Nachdem Ausschussvorsitzende Barbara Henrich den Text vorgetragen hatte, brandete Beifall im voll besetzten Großen Kolleg der Horlofftalhalle auf. Einige Mitglieder der Bürgerinitiative »Grätsche gegen Rechtsaußen« hatten sich für die Sitzung weiße T-Shirts übergezogen, auf denen sie für ihre Sache warben. Geplant ist eine Veranstaltung Ende August, bei der Resolution öffentlich vorgestellt werden soll. Kernaussage ist, dass die Echzeller Bürger friedlich mit allen Menschen zusammenleben wollen. »Wir stehen für ein menschliches, weltoffenes und tolerantes Echzell«, heißt es denn auch gleich zu Anfang der Resolution. »Hass und Gewalt, Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus dürfen in unserer Gemeinde keine Chance haben.«
Die Initiative gegen »Rechtsaußen« hatte sich nach dem Angriff auf einen Familienvater Ende Oktober 2009 gegründet: Die Gäste einer Party bei dessen Nachbarn hatten den Mann geschlagen und getreten, weil er sich über die Ruhestörung beschwert hatte. Sowohl der zugezogene Gastgeber als auch seine Besucher werden der rechtsextremen Szene zugeordnet.
© Wetterauer Zeitung 23.06.2010